Vereins - Chronik

Ein Streifzug durch die Geschichte des Radfahrerclubs "Mövia" Hainstadt
Wir erinnen uns an die Zeit ...
... von der Vereinsgründung bis zum II. Weltkrieg

Es war das Jahr 1921. In Deutschland wurde in diesem Jahr unter Kanzler Joseph Wirth eine neue Regierung gebildet; in Monte Carlo gingen Sportlerinnen an den Start zur ersten Frauenolympiade und in Amerika ging bei einem Boxkampf die erste Rundfunksportübertragung über den Äther.

Auch in Hainstadt am Main wollte man in der Reihe geschichtsträchtiger Ereignisse nicht hinten-anstehen und es wurde beschlossen, einen Radsportverein zu gründen, der auch in Zukunft lange Bestand haben sollte.

Es war an einem schönen Sommertag, am 8. Juni 1921, als sechs junge Männer (Jakob Jung, Josef Katta, Wilhelm Klein, Hermann Malsy, Peter Picard, Philipp Ulrich) einen Fahrradausflug nach Alzenau unternahemen. Bei bayrischem Bier kam ihnen der Gedanke, in größerer Gemeinschaft den Radsport zu fördern. Die jungen Menschen wurden sich einig, einen Radfahrerclub zu gründen, dem man den symbolischen Namen "MÖVIA" 1921 gab.

Bereits am nächsten Abend fand im Gasthaus "Zum Hirsch" an der Hauptstraße, das über vier Jahrzehnte lang Vereinslokal und Sportstätte der Mövia war, die Gründungsversammlung mit 20 Mitgliedern statt. Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Jakob Jung aus Klein-Auheim
2. Vorsitzender: Peter Picard aus Hainstadt
Schriftführer: Karl Wilhelmi aus Hainstadt
Rechner: Wilhelm Wenzel aus Hainstadt
Fahrwart: Philipp Klein aus Hanau
Beisitzer: Karl Josef Kern, Christian und Hermann Malsy, Valentin Wenzel - alle aus Hainstadt.

Die sportliche Tätigkeit bis1923 erfolgte ausschließlich mit Tourenrädern, auf denen im Reigen- und Korsofahren schöne Erfolge erzielt wurden. Durch den Erwerb von vier gebrauchten Saalmaschinen im Jahr 1923 konnte das Kunstreigenfahren beginnen und der Verein wurde Mitglied des Hessischen-Naussauischen Radfahrerverbandes im Gau III Rodgau.

Die ersten Meister im Reigenfahren aus dem Jahr 1923: V.l.n.r.: Philipp Klein, Adam Picard, Peter Picard, Wilhelm Wenzel, Valentin Wenzel und Johann Jung

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Die erste größere Veranstaltung fand im Jahr 1924 statt. Es wurde ein dreitägiges Fest, verbunden mit der Fahnenweihe und Einweihung von zwei neuen Saalmaschinen, gefeiert.

Bis zum Jahr 1932 bildeten sich mehrere Mannschaften, die auf Meisterschaften fuhren und mehrere Siege nach Hause bringen konnten. So wurde zum Beispiel im Jahr 1932 der 6er mit A. Baier, J. Ehmes, M. Ehmes, J. Franz, J. Jung und G. Wilhelmi Schulreigenmeister.

In diesem Jahr trat der Club in die Radfahrervereinigung Maintal ein, die sich jedoch bereits ein Jahr später wieder auflöste und in dessen Folge die Mövia Mitglieder im "DRV" (Deutscher Radfahrer-Verband - heute BDR-Bund Deutscher Radfahrer) wurde. Bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges beteiligten sich die Mannschaften hauptsächlich am Schau- und Korsofahren.

Der Krieg brachte Ruhe ins Vereinsleben; der größte Teil der Clubkameraden wurde zum Wehrdienst eingezogen oder sonstwie verpflichtet.

... von 1949 bis zum 50. Jubliäum
Am 5. März 1949 wurde durch die Initiative mehrerer früherer Mitglieder eine Versammlung im Gasthaus "Zum Hirschen" einberufen, um den Vereins- und Sportbetrieb wieder aufzunehmen. Bei dieser Versammlung waren 20 Mitglieder anwesend, aus denen sich folgender Vorstand herauskristallisierte:
1. Vorsitzender: Peter Picard
2. Vorsitzender: Philipp Becker
1. Kassierer und Schriftführer: Karl Wilhelmi
2. Kassierer und Schriftführer: Johann Kaiser
1. Fahrwart: Hermann Malsy
2. Fahrwart: Adam Picard
Gerätewart: Christian Malsy
Beisitzer: Ernst Funk, Johann-Wendelin Jung und Georg Kohl

Der Sportbetrieb wurde auf zehn Saalmaschinen wieder aufgenommen, die aus 17 zum Teil beschädigten, alten Rädern, hergerichtet wurden, und für heutige Verhältnisse sehr schwer waren.

Bis 1951 wurde auf diesen Rädern ausschließlich Gruppenfahren geübt. Im Jahr 1951 wurde vom 14. bis 16. Juli das erste große Fest nach Kriegsende- "30Jahre Mövia" - am Hüttenplatz (neben dem heutigen Postgebäude) mit Straßenrennen und der Übergabe von sieben neue Saalmaschinen gefeiert.

Folgende Mannschaften fuhren zum ersten Mal auf Meisterschaften:

Damenmannschaft: Zita Kohl, Hedwig Kunkel, Irmgard Malsy, Edith Röder, Hildegard Stoll und Wilma Wenzel
Trainer: Adam Baier
Herrenmannschaft: Alwin Böhn, Gottfried Jung, Ewald Picard, Johann Windt, Paul Windt und Karl Winter, Josef Blumör, Horst Bodensohn, Alfred Kress, Manfred Winter, Franz Zaigler und Walter Zaigler

Trainer: Johann Jung

In den folgenden Jahren blühte der Verein zusehends auf. Es bildeten sich weitere Mannschaften im 1er, 2er, 4er und 6er Kunstradfahren. Diese wurden von mehreren Trainern betreut und kehrten immer öfter mit Siegen von Wettbewerben im Kreis, Bezirk und Hessen nach Hause.

Im Jahr 1959 gewann die Mannschaft "6er Männer" mit Horst Bodensohn, Alwin Böhn, Alfred Kress, Paul Windt, Franz und Walter Zaigler unter ihrem Trainer Johann Wendelin Jung die 1. Deutsche Meisterschaft für die Mövia. Ein Jahr später konnte dieses Team mit Karl Winter für Walter Zaigler den Deutschen Meistertitel verteidigen.

Als geselliger Höhepunkt stand am 8. bis 10. Juli 1961 das 40jährige Stiftungsfest mit einem landesoffenen Kunstradsportwettbeweb.

Karl Winter übernahm im Jahr 1962 das Amt des 1. Vorsitzenden Peter Picard, der 22 Jahre lang die Geschicke der Mövia lenkte und als Mövia-Ehrenmitglied auch einer der Initiatoren des Hainstädter Kulturausschusses war.

Im sportlichem Metier holte die Mannschaft 2er Kunstfahren der weiblichen Jugend, Hiltrud Franz und Helga Zaigler in 1963 und 1964 die Deutschen Meistertitel nach Hainstadt. 1967 errangen diesen Sieg bei der Jugend Annette Baier und Ingrid Blum.

Nach Beendigung der sportlichen Laufbahn von Ingrid Blum bildete sich mit Annette Baier und Helga Liebenow eine neue Mannschaft für das Zweier-Fahren. Man kann zurecht sagen, dass dieses Team in den nächsten Jahren ein Traumpaar des Sports wurde. Sie standen auf nationaler und internationaler Ebene ganz oben. Der größte Erfolg überhaupt gelang ihnen im Jahr 1969. Bei den Weltmeisterschaften in Erfurt wurden sie Siegerinnen des Europakriteriums im 2er Kunstfahren der Frauen - der höchste Titel, der überhaupt zu erreichen war.

Mehrfache Europa-und Vize-Weltmeister im 2er Kunstradfahren: V.l.n.r.: Annette Baier, Helga Liebenow

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Die Gemeinde Hainstadt unter Bürgermeister Josph Böhn bereitete den Damen und ihrem Trainer Gottfried Jung einen würdigen Empfang. Dies war Ansporn für eine weitere Gold- und zwei Silbermedaillion bei Europameisterschaften bis 1974.

Auf Grundlage dieser sportlichen Glanzleistungen konnte die Mövia vom 8. bis 12. Juli 1971 ein nicht minder erfolgreiches Fest zum 50jährigen Vereinsjubiläum unter Schirmherrschaft des Landrates Walter Schmitt begehen. Ein großer bunter Abend, u.a. mit Boris Rubaschkin ("Kalinka") sowie ein langer Festzug durch die Ortsstraßen bildeten die Highlights dieses Festes.

 
Von 1972 bis zum 65. Geburtstag der Mövia im Jahr 1986
Das Jahr 1972 war geprägt von den Olympischen Sommerspielen in München. Zu dieser Zeit hatte die Mövia 43 aktive Kunstfahrer, die auf 39 Saalmaschinen fuhren und erstmals an einer neuen Holzsprossenwand im Mitte der 60er Jahre neu bezogenen Vereinsheim in der Schule am Bahnhof Steigerübungen trainieren konnten.
Im Jahr 1973 begannen dann die "Hainstädter Volksradfahren". Diese Trimmveranstaltungen für Jung und Alt wurden insgesamt 20mal ausgerichtet und stets von einigen hundert Teilnehmern besucht. Zur Planung dieser und anderer Aktivitäten traf sich der Vorstand nun regelmäßig jeden Dienstagabend im Vereinslokal "Lindenhof".
In den 70er Jahren stand der Mannschaftssport wieder im Mittelpunkt des Vereinslebens. Da eine Aufzählung der zahlreich erzielten Erfolge den Umfang dieser Chronik sprengen würde, seien hier nur stellvertretend die Titel bei Südwestdeutschen Meisterschaftenim 6er Kunstfahren weibliche Jugend in der Besetzung Ellen Andres, Birgit Gieseler, Sabine Hassler, Heike Herwig, Doris Jung und Susanne Walter genannt. Die meisten Titel übrigens wurden mit 10 Bezirks-, 5 Hessen-, 1 Südwestdeutschen- und 1 Deutschen Meisterschaft für Hainstadt im Jahr 1976 geholt. Grundlage dieser Ergebnisse war sicher auch eine größere Hallenrenovierung, die 1976 abgeschlossen wurde. In diesem Jahr beteiligte sich der Verein auch an den Feierlichkeiten zu "1200 Jahre Gemeinde Hainstadt".
Ausrichter einer Südwestdeutschen Meisterschaft war man erstmals dann am 30. April 1978 in der Großsporthalle mit Starts von Welt-, Europa- und allen Spitzensportlern aus Hessen, Rheinhessen, Pfalz, Rheinland und Saarland. Zwei Jahre später, am 30. März 1980 wurde an gleicher Stätte die Hessenmeisterschaft Jugend/Aktive durchgeführt.
60 Jahre jung wurde die Mövia im Jahr 1981. Das Fest vom 12. bis 15. Juni auf dem Festplatz an der Martinstraße unter Schirmherrschaft von Dipl.-Braumeister Walter Klein und Festpräsident Herbert Wemelka war beim Bayerischen, Hessischen und Hainburger Abend jeweils zurfriedenstellend besucht. Der Kulturausschuss, bei dem Mövia-Chef Karl Winter lange im Vorstand aktiv war, wurde 30.
Eine grundlegende Änderung des Regelwerkes für das Kunstradfahren vom BDR trat 1983 in Kraft und musste von Sportlern und Übungsleitern erstmals in die Praxis umgesetzt werden. So kürzte sich die vorgeschriebene Programmhöchstzeit bei den Schülerklassen von sechs auf fünf Minuten. Im gleichen Jahr wurden Simone Liebenow und Claudia Horner Südwestdeutsche Meisterinnen im 2er Jugend weiblich und es bahnte sich eine große Karriere an.
Die offizielle Übergabe des Vereinshauses am Bahnhof durch die Gemeinde Hainburg an alle Hausvereine wurde am 13.4.1983 vorgenommen; die Einweihung des Zeltanbaues nur ein halbes Jahr später am 14.9.1983.
Ein trauriges Ereignis überschattete das Vereinsleben 1984. Der Tod von Vorstandsmitglied Karl Wilhelmi war ein Schock für die Mövia. Das Ehrenmitglied war 63(!) Jahre lang ein Aktivposten und verrichtete seine Aufgaben als Kassierer und Schriftführer vorbildlich.
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Der erfolgreiche 6er der weiblichen Jugend in den 70er und 80er Jahren.
V.l.n.r.: Birgit Gieseler, Siglinde Harward, Andrea Blumör,
Helga Hohmann, Gerrit Gieseler, Heike Blümel

Nachdem es Ende der 80er Jahre eine leichte Flaute im Kunstradsportbereich aufgrund des Fehlens von Trainern und auch Sportlern gab, wurde ein zweites sportliches Standbein aufgestellt. Unter Leitung von Fachwart Hans-Peter Halbritter wurde am 11.9.1985 eine Radtouristikabteilung neu gegründet. Dieses Team organisiert seitdem jährlich im Sommer große RTF-Veranstaltungen mit jeweils mehreren hundert Startern aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern. (HAINSTÄDTER ODENWALDFAHRT von 1986-1989; SPESSARTRUNDFAHRTEN seit 1990). Außerdem werden seit einigen Jahren Permanenttouren für jedermann angeboten. Aber auch die Radwanderungen, die seit Anfang der 70er Jahre angeboten werden und die als besonderes Schmankerl seit 1992 mit mehrtägigen Radwanderurlauben noch verschönert werden, erfreuen sich der Beliebtheit von Trimmfahrern.

   
  Die Radtouren-Gründungsmannschaft  
Im Jahr des 65jährigen Bestehens (1986) unternahm der Verein einen 5-Tages-Ausflug nach Meran per Bus, richtete die Bezirksmeisterschaft im Kunstradsport aus und feierte am 8. November in der Sporthalle an der Offenbacher Landstraße eine rauschende Geburtstagsparty.
Von 1987 bis 1997
Großen Beifall erntete Karl Winter am 30. Januar 1987 bei der Jahreshauptversammlung. Grund hierfür war, dass er 25 Jahre an der Vereinsspitze tadelloses Engagement zeigte und den Verein so prägte, dass dieser zu einer enormen Popularität in Sport und Gesellschaft kam. Sein unermüdlicher Einsatz wurde unter anderem bei der Organisation der unvergesslichen Auslandsausflüge nach Österreich, Ungarn, Frankreich usw., bei Maskenbällen sowie Tanzabenden und der Vorstandstätigkeiten im Kulturausschuss deutlich und kann nicht genug Anerkennung erhalten. Er übergab sein Amt in diesem Jahr an Roland Schmitt und wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
Gleich in seinem ersten Amtsjahr konnte der neue Vorsitzende sich über einen der größten sportlichen Erfolge in der Vereinsgeschichte freuen. Claudia Horner und Simone Liebenow wurden als Nationalmannschaftsmitglieder erstmals Mitte 1987 von Bundestrainer Heinz Pfeiffer für die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft nominiert. Dies war bereits eine tolle Überraschung. Aber als die beiden Damen dann bei der WM in Dänemark im November 1987 die Bronzemedaille überreicht bekamen, war die Sensation perfekt. Das "HoLi"- Team hatte sich mit ihrer Trainerin Helga Liebenow-Kraft einen Platz in der internationalen Kunstradsportelite geschaffen.
Auf der Basis dieses Erfolges wuchsen auch die Nachwuchszahlen im Kunstradsport wieder und bei einem Werbenachmittag konnten zahlreiche junge Sportbegeisterte begrüßt werden.
Der Verein richtete - getragen von dieser positiven Stimmungslage - im Jahr 1989 die Bezirksmeisterschaften und 1990 die Schülerhessenmeisterschaft in der Kreuzburghalle aus. Die Jugend erlebte in Heinrichsthal ein unterhaltsames Wochenende und die Mitglieder bewunderten Winnetou bei den Karl-May-Festspielen in Elspe. Die Radtourenfahrer „zogen“ nach 5 Jahren vom Odenwald in den Spessart um. Ein Gewinn für den Sport, da im Spessart die Straßen noch ziemlich autofrei sind.
Im Jahr 1991 musste nach langer Zeit wieder einmal eine Beitragserhöhung beschlossen werden, weil dies durch die Änderung der Richtlinien des Kreises zur Vereinsförderung einfach unumgänglich war - und zwar fast ausnahmslos für alle Clubs im Landkreis. Der Vorstand konnte die Erhöhung jedoch in einem angemessenem Rahmen halten, was von den Mitgliedern auch überwiegend akzeptiert wurde.
Ein sportlich hochkarätiges Ereignis konnten die Besucher am 18.Mai 1991 in der Kreuzburghalle live miterleben. Die Mövia präsentierte an diesem Tag eine Kunstrad-WM-Qualifikation mit dem gesamten deutschen A-Nationalmannschaftskader - inclusive Claudia Horner und Simone Liebenow als Lokalmatadorinnen.
Ein Gala-Abend am 12.Oktober 1991 mit der Kapelle AMOR beschloss ein abwechslungsreiches 70. Geburtstagsjahr.
Die Zeichen der Zeit erkannte der Vorstand im Jahr 1992 und gründete eine Mountain-Bike-Gruppe, das „Mövia-Bike-Team“ mit dem selbst aktiven Teamchef Burkhard Hilgenstock - neben der Kunstradsport- und Radtouristikabteilung nun die dritte tragende Säule des Vereines. Das Mountain-Bike-Fahren erfreut sich seit Anfang der 90er Jahre vor allem bei Kindern und Jugendlichen sowie Junggebliebenen immer größerer Beliebtheit - man braucht nur mal auf die Straßen, Berge und Wälder zu schauen. Diese Entwicklung verpasste auch die Mövia nicht und seitdem fuhren etwa 20 Jungen bei regelmäßigen Trainingseinheiten und Rennen im Amateurlager mit.
Einen Verlust dagegen hatte Anfang 1993 die Kunstradsport-Crew zu beklagen. Die beiden Ausnahmesportlerinnen Claudia Horner und Simone Liebenow beendeten ihre Karriere und wurden im Evangelischen Gemeindezentrum von einer großen Fangemeinde verabschiedet. Aber es war bereits für die Nachfolge gesorgt: Marion Schmitt und Britta Scherpe hielten die Zweier-Tradition hoch und gewannen schon seit ihrer Kindheit Wettbewerb nach Wettbewerb - zeitweise auch vertreten im C-Kader.
   
     
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  Der erfolgreiche Mövia-Zweier der Frauen:
Marion Schmitt (links) und Britta Scherpe (rechts)
 
 
Gleich bei ihrem ersten Start bei der Hessenmeisterschaft 1994 im „2er der Frauen“ wurden sie Hessenmeister. Bei der Deutschen Meisterschaft im gleichen Jahr belegten sie auf Anhieb den vierten Platz. Ein großer Erfolg.
Nach einem Schnuppertraining mit neuen, jungen Sportlern konnte erstmals in der Geschichte der Mövia eine Einrad-Mannschaft gebildet werden.
Die 10. Radtourenveranstaltung wurde 1995 gefeiert. 1000 Teilnehmer waren zufrieden mit den Strecken im verkehrsarmen Spessart und mit der Verpflegung unterwegs und im Ziel in Hainstadt. Eine Marathonstrecke über 222 Kilometer wurde eingeführt und für diese Teilnehmer auch eine Warmverpflegung in Johannesberg.
Die Mountainbiker feierten einen großen Sieg von Daniel Ricker bei der Taunus-Meisterschaft des RSG Bad Homburg in der Schülerklasse 13-14 Jahre. Ein schöner Erfolg für den jungen Sportler. Ein Höhepunkt war auch der Besuch der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Kirchzarten. Abgucken bei den Profis!
Britta Scherpe und Marion Schmitt holten sich erneut den Titel „Hessenmeisterinnen ’95“. Bei der Deutschen Meisterschaft wurden sie im gleichen Jahr sechste.
Ein besonderes Schmankerl stellte der Radwanderurlaub  vom 15. – 18. Juni in der Gegend um den Engelsberg dar, zu dem Fachwart Gottfried Jung und Vorsitzender Roland Schmitt über 20 Mitfahrer begrüßen konnten. Ein Besuch des Broadway-Musicals Tommy war wohl der kulturelle Jahreshöhepunkt.
1996 ein besonderes Jahr mit vielen unvergesslichen, abwechslungsreichen Veranstaltungen sowohl im sportlichen als auch im musikalischen, kulturellem und geselligem Bereich! Die Mövia feiert ihr 75 jähriges Jubiläum. Das Jahr begann mit einer Sportveranstaltung. Die Mövia war am 3. März Ausrichter der Meisterschaften des Bezirkes Main-Spessart-Rhön im Kunstradfahren.
Am 10. März wurde das Jubiläum in der Sporthalle Hainstadt mit einer großen Gästeschar sowie musikalischer Unterhaltung durch das große Orchester der Musikgesellschaft Hainstadt feierlich eröffnet. Vorangegangen war am Abend zuvor ein Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Wendelinus.
Bereits eine Woche später stand die nächste sportliche Großveranstaltung auf dem Programm. Das „Mövia-Bike-Team“ organisierte am 17. März erstmals ein Mountainbike-Rennen, das unter dem Motto „Just for fun“ am Sportzentrum lief und zahlreiche Biker zur Teilnahme anlockte.
Ein Höhepunkt war am 4. Mai die Golden-Oldie-Night in der Kreuzburghalle. Hierfür gelang es, die international berühmten Gruppen Boney M, Strand-Jungs und Disco Planet zu verpflichten. Leider war die Besucherresonanz nicht besonders hoch.
Ein Highlight schloss den offiziellen Teil des Jubiläums am 9. November ab. Das Original-Ensemble des Ohnsorg-Theaters aus Hamburg sorgte mit dem Stück „Tratsch im Treppenhaus“ für viel Spaß und gute Unterhaltung in einer vollbesetzten Kreuzburghalle. Da wurden die Lachmuskeln richtig strapaziert.
1997 bis 2007
Das Mountainbike-Team um Burkhard Hilgenstock feiert seinen fünften Geburtstag. Mit 30 Sportlern zählen sie zu den aktivsten Teams im Hessischen Radfahrerverband.
Herausragend war 1998 der 6. Platz von Marion Schmitt und Britta Scherpe bei der Deutschen Meisterschaft im Kunstradfahren. Ende 1999 hängten die beiden herausragenden Kunstradfahr-Athleten der Mövia, Marion und Britta ihr Kunstrad an den berühmten Nagel. Sie gehörten seit ihrer Schülerzeit zu den besten 2er Kunstradfahrerinnen in Deutschland. Zahlreiche Hessen- und Südwestdeutsche Meistertitel sind ein Zeugnis davon. 1991 und 1992 gehörten sie der Deutschen Junioren-Nationalmannschaft an. Beide bleiben der Mövia als ausgebildete Trainer erhalten.
Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in der Saison 2000 haben sich Selina Emmert, Laura Franze und Simone Grimm im E-Kader des Bezirks Main-Spessart-Rhön etabliert und werden dort auch im Jahr 2001 die Mövia vertreten.
Radtourenfachwart Hans-Peter Halbritter überzeugt den Vorstand der Mövia an der neuen „Hessen-Cup-Serie“ teilzunehmen.  Erwartet werden ein höherer Bekanntheitsgrad der Mövia sowie mehr Teilnehmer vor allem auf der Marathonstrecke. Die Serie wurde im Jahr 2000 erstmals gefahren und war ein voller Erfolg für die Mövia.
Auch unsere Radwandertruppe mit ihrem Fachwart Gottfried Jung, seinen Tourleitern Edwin Baier, Adolf Klein und Roland Schmitt legten wieder viele Kilometer rund um Hainburg zurück. Jeden 1. Sonntag im Monat von April bis Oktober ist Treffpunkt am Bahnhof in Hainstadt. Heute unter der Leitung von Fachwart Gerhard Netzsch. Gefahren werden zwischen 35 und 65 Kilometer mit einem zünftigen Einkehrschwung und gemütlichem Beisammensein um die Mittagszeit. Radwandertage mit Grillfest gehören ebenfalls zu den Aktivitäten der Radwandergruppe.
Bestens organisiert von Roland Schmitt  und seit 2006 von Gerhard Netzsch, werden seit vielen Jahren 4tägige Radausflüge durchgeführt. Die Rundfahrten rund um die Standorte waren und sind immer wieder tolle Erlebnisse. Organisatorisch sehr aufwendig, da ja die täglichen Touren gut ausgearbeitet und vorbereitet werden müssen. Unvergessen sind z. B. die Fahrten nach Münster-Sarmsheim 1997, Gemünden am Main 1998, Berlin und Spreewald 1999, Konz 2000, Münster 2001, Margentshöchheim im Würzburger Land 2002, Rund um Fulda 2005, Bamberg 2006 und „Rund um den Edersee“ 2007.
Anlässlich des jährlich stattfindenden „Hoffestes“ am Vereinsheim feierte die Mövia 2001 ihren 80. Geburtstag.
Während die Mountainbiker ihr sechstes und leider auch letztes „Just for Fun“-Rennen veranstalten, sind die Kunstradfahrer weiter auf Erfolgskurs. Viele gute Platzierungen werden herausgefahren. Das Duo Rauer/Schardt wurde 2003 Hessenmeister in der zweier Schüler B-Wertung. Laura Schardt konnte sich 2005 als Hessenmeisterin im 1er der ältesten Schülerklassen feiern lassen. Mit einer guten Leistung bei den Schüler-Hessenmeisterschaften 2006 qualifizierten sich David Rauer und Kai Taborsky für die Deutsche Meisterschaft und werden dort Vizemeister. Bei den Kunstradmeisterschaften des Bezirks Main-Spessart-Rhön 2007 wurden 7 Medaillen (4xGold, 2xSilber und 1xBronze) errungen werden. Bei den Hessenmeisterschaften der Junioren wurde David Rauer 2. und Simone Grimm 3. Bei der Deutschen Meisterschaft der Juniorinnen landete sie auf dem 16. Platz.

Verantwortlich war die Mövia für mehrere Kunstradmeisterschaften. Hervorragend organisiert wurden Bezirks- und Hessenmeisterschaften in den Jahren 2000, 2003, 2004 und 2007. Auch für den Heinrich-Heckel-Pokal war die Mövia 2005 und 2008 verantwortlich. Zum ersten Mal in der Geschichte der Mövia wurde 2004 eine interne Meisterschaft der Kunstradfahrer durchgeführt. Die erste Vereinsmeisterin war Simone Grimm.

Harald Winter bietet 2005 geführte Familienradtouren an. Dabei werden kindgerechte Strecken gefahren verbunden mit Spiel und Spaß.

Die herausragenden Erfolge unserer Kunstradfahrer blieben auch beim BDR nicht unbemerkt. So wurden einige Aktive wieder in Kaderlehrgänge berufen:

Juniorennationalkader
(C-Kader des BDR): Laura Schardt – David Rauer im 2er Junioren U 19

Hessenkader (E-Kader des HRV): Kim Taborsky im 1er Schülerinnen U 13 Hessenkader (Ersatz) und Wiebke Riegelmann – Kim Taborsky im 2er Schülerinnen U 13.

Bezirkskader (E-Kader des BMSR): Wiebke Riegelmann im 1er Schülerinnen U 13 und Fabienne Distel im 1er Schülerinnen U 11.

Schöne Erinnerungen gibt es von Vereinsausflügen ohne Fahrrad nach Berlin 1999, Erfurt 2004, Wiesbaden 2005 und nach Eberbach und Heidelberg 2007.
Auch die Ehrungen kommen nicht zu kurz. So wurde Manfred Winter 1997 zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt und Albert Reinhard im Jahr 2000 zum Ehrenmitglied.
Im November 2007 präsentiert sich die Mövia in der Sporthalle auf einem Infostand bei „Hainstädter Vereine live“ unter dem Dach des Kulturausschusses mit ihren Aktivitäten und einem Bühnenauftritt.
Am 9. Juli 2005 findet nach 20 erfolgreichen Jahren die letzte Radtourenveranstaltung statt. Dieser Vorstandsbeschluss wurde den Mitgliedern der Mövia durch den Radtourenfachwart Hans-Peter Halbritter in einem Rundbrief ausführlich erläutert. Bei dieser Gelegenheit bedankte Halbritter sich bei allen Helfern für die geleistete Arbeit ohne die solche Großveranstaltungen nicht durchgeführt werden können.
Die längst überfällige Hallenrenovierung wurde 2007 durchgeführt. Wände und Decke wurden gestrichen, Vorhänge gekauft und neue Infotafeln montiert. Ein Raum in freundlichen Farben in dem es sich gut trainieren und feiern lässt.